Indexierung von Bildmaterial

Die Indexierung (oder auch Verschlagwortung – schönes Wort!) von Bildmaterial kommt eine ganz besondere Bedeutung zu; vor allem in Zeiten der digitalen Fotografie. Früher hat man die Filmtaschen bzw. Filmrollen beschriftet und Karteikarten (oder ähnliches) angelegt. Wenn man nicht gerade professionell fotografiert hat, war die Anzahl der Fotos überschaubar, vielleicht 500 bis 600 pro Jahr.
Heute sieht das anders aus. Digitalkameras verführen dazu, viel, manchmal zu viel zu fotografieren. Oft wird ein Motiv vorsichtshalber mehrmals aufgenommen, unter dem Motto – ich hab’s erst mal, kann ich ja später auswählen…
Dem entsprechend entstehen schnell hunderte Bilder, die man archivieren will.
Wenn man später einmal Motive sucht hilft eine gute Indexierung maßgeblich. Anders gesagt, ohne Indexierung ist die Motivsuche in hunderten oder gar tausenden Bildern nicht vernünftig durchführbar.
Die Indexierung der Bilder ist natürlich auch eine recht mühsame Angelegenheit. Aus diesem Grund sollte man sich ein gutes und vor allem lange Zeit tragfähiges Konzept ausdenken. Ganz wichtig ist, Schlagworte bzw. Stichworte zu wählen, die auf der einen Seite allgemein üblich und treffend sind auf der anderen Seite aber auch präzise genug sind. Wenn man das nicht beachtet, dann hat man später das Problem, dass man nicht mehr nachvollziehen kann, welches Stichwort man möglicherweise vergeben hat. Die ganze Sache entschärft sich, wenn man mehrere alternative Stichwörter vergibt. Also lieber ein paar Stichworte mehr als zu wenig.

Das Konzept

Was sollte das Konzept also berücksichtigen? Hier einige Aspekte:

  • hierarchischer Aufbau und Strukturierung
  • Kategorisierung
  • Verwendung allgemein üblicher Bezeichnungen bzw. Begriffe
  • Vergabe alternativer Begriffe
  • fortlaufende Dokumentation und Archivierung der Schlagwortsammlung(das hilft später u.U. beim Suchen)
  • Erstellung einzelner, themenbezogener Stichwortsammlungen

Aufbau einer Schlagwortsammlung bzw. Stichwortsammlung

Dafür eignen sich Tabellen sehr gut. Damit lässt sich einfach eine Struktur aufbauen, die auf einfache Art und Weise erweitert werden kann. Ich benutze dazu Word, Excel wäre natürlich auch geeignet.
Beispiele für eine Stichwortstruktur (die Begriffe in eckigen Klammern werden von Adobe Bridge nicht als Stichwort übernommen):

Verwendung von Adobe Bridge zur Indexierung

Meine Bilder verwalte ich mit Adobe® Bridge® und seit einiger Zeit mit Adobe® Photoshop® Lightroom® 3. Bei der Bridge handelt es sich ja genau genommen nicht um eine Bildverwaltung. Ab Bridge CS3 kann man Stichworte exportieren und auch importieren. In Lightroom geht das natürlich auch. Das tolle ist, beide Programme verwenden das gleiche Format (Kann man natürlich erwarten, wenn die Software von einem Hersteller kommt). Eigentlich ist es kein besonderes Format. Es wird eine einfache Textdatei (ASCII-Format) verwendet. Die Strukturierung wird dabei über Tabulatoren und Zeilenvorschübe gesteuert. So lässt sich sehr bequem eine gute Stichwortsammlung zu m Beispiel mit Word erstellen und anschließend in Bridge importieren.

Word-Macro zur Erzeugung einer Stichwortdatei im Textformat (ASCII-Format)

Da ich die Stichwortsammlungen in Word-Dateien verwalte und bearbeite, muss ich daraus nach jeder Änderung oder Aktualisierung eine Textdatei erzeugen.
Dafür nutze ich mir eine kleines VBA-Macro. Damit kann ich das Ganze mit einem Klick erledigen. Das Macro funktioniert unter Word 2000, 2003 und 2007.

Das Makro gibt es auf unserer Webseite unter:

http://www.die-thiemes.de/home/fototipps.html#bild_indexierung

VG

Matthias Thieme